Das Projekt „Stuttgart isst klimafreundlich“ zeigt, wie eine nachhaltigere Ernährung im Alltag gelingen kann. In zwei Jahren werden 14 Kantinen in Stuttgart dabei unterstützt, ihre Speisepläne klimafreundlicher zu gestalten – mit dem Ziel, rund 3,5 Millionen Mahlzeiten nachhaltiger auszurichten.
Der Hebel ist groß: Durch einen höheren Anteil pflanzlicher Zutaten lassen sich bis zu 50–80 % der ernährungsbedingten Emissionen einsparen.
Im Rahmen des Projekts werden Kantinen unterschiedlicher Träger*innen begleitet, ihre Angebote schrittweise weiterzuentwickeln. Ziel ist es, den Anteil pflanzlicher Zutaten zu erhöhen und die durchschnittlichen Treibhausgasemissionen (THG) der Gerichte um mindestens 14 % zu senken. Grundlage dafür ist ein Vorher-Nachher-Vergleich: Der aktuelle Speiseplan wird mit dem aus denselben Kalenderwochen des Vorjahres gegenübergestellt.
Küchenteams erhalten praxisnahe Schulungen direkt bei ihnen vor Ort im Betrieb und Unterstützung bei der Umsetzung im Alltag: von der Speiseplananlyse über die Rezeptentwicklung bis zur Zubereitung. Mit Hilfe eines digitalen CO₂-Monitoring-Tools werden die Emissionen der Mahlzeiten sichtbar gemacht. So können Fortschritte nicht nur umgesetzt, sondern auch belegt und kommuniziert werden.
Ein Modellprojekt mit Vorbildcharakter, das zeigt, wie klimafreundliche Ernährung im Alltag funktionieren kann: genussvoll, wirksam und praxisnah.
