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02. JUNI 2022, Einstellungen zu Klimawandel und Nachhaltigkeit in Stuttgart

Was ist Menschen, die in Eigentum wohnen, rund um das Klima und die Energiewende wichtig?

Eine aktuelle Analyse des statistischen Amtes Stuttgart gibt einen Einblick in die Einstellungen und Motivlagen zu Klimawandel und Nachhaltigkeit in Stuttgart. Im Frühling letzten Jahres wurden zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger unter anderem zu diesen Themen befragt. Welche Gedanken machen sich die Menschen in Stuttgart, die in Eigentum wohnen über den Klimawandel und was ist ihnen besonders wichtig?

Antworten liefert eine Sonderauswertung des Statistischen Amts über „Einstellungen zu Klimawandel und Nachhaltigkeit in Stuttgart. Ein Punkt der Untersuchung: Unterscheiden sich die Einstellungen abhängig davon, ob Menschen zur Miete oder in Eigentum wohnen?

Wohneigentum in Stuttgart

Menschen, die in Stuttgart in Eigentum wohnen, sind im Durchschnitt 58 Jahre alt. Mit zunehmendem Einkommen steigt die Wahrscheinlichkeit Eigentum zu besitzen. Bei einem Haushaltsnettoeinkommen zwischen 6.000 und 7.000 Euro im Monat beträgt die vorhergesagte Wahrscheinlichkeit im Eigentum zu wohnen rund 60 Prozent. Personen mit Wohneigentum in Stuttgart sind im Durchschnitt 13 Jahre älter als in Miete wohnende Personen und haben ein Haushaltsnettoeinkommen, das durchschnittlich ca. 800 Euro im Monat höher ist als das von Menschen, die zur Miete wohnen. Unterscheiden sich die Einstellungen und Motive zum Thema Klimawandel und Nachhaltigkeit bei den beiden Bevölkerungsgruppen auch so stark?

Persönliche Betroffenheit vom Klimawandel

Sowohl bei Miete als auch mit Eigentum stufen Menschen Ihre persönliche Betroffenheit vom Klimawandel in Stuttgart als eher gering ein. Die Sorgen vor Gefahren und Schäden, besonders durch Starkregen und Stürme, sind vor allem bei Eigentümerinnen und Eigentümern präsent: Sie schätzen das Risiko durch Stürme und Starkregen mutmaßlich aus Angst um ihr Wohneigentum signifikant höher ein als Menschen, die zur Miete wohnen.

Klimaschutz & Energiewende muss durch die Stadt schneller vorangetrieben werden

In Stuttgart geben zudem 60 Prozent der Befragten an, die Stadt solle mehr Geld für die Energiewende und den Klimaschutz ausgeben. Menschen mit Wohneigentum sind mehrheitlich überzeugt, dass es höhere Ausgaben der Stadt in diesem Bereich geben müsse. Über 50 Prozent bewerten die Anstrengungen der Stadt bezüglich des Klimaschutz als nicht ausreichend. Bei den vordringlich anzugehenden Aufgaben in Stuttgart gaben die Befragten den Klimaschutz am öftesten an: Rund 70 Prozent der Befragten stimmen der Dringlichkeit von Klimaschutzmaßnahmen zu, was sogar den Zustimmungswert der Aufgabe „Wirtschaft fördern“ (ca. 35 %) deutlich übersteigt und im Vergleich doppelt so häufig genannt wird.

Nachhaltigkeit als Themenanker in der Gesellschaft

Ebenso geben die Befragten an, dass auch im persönlichen Umfeld das Thema Nachhaltigkeit einen wichtigen bis sehr wichtigen Stellenwert einnimmt. Personen, die zur Miete oder in Eigentum wohnen, sind gleichermaßen bereit, sich aktiv für mehr Nachhaltigkeit einzusetzen. Vor allem in den Bereichen Kauf von Waren und Dienstleistungen (knapp 80 %) sowie Ernährung (über 70 %) ist die Bereitschaft groß, Verhalten nachhaltiger zu gestalten. Aber auch bei Themen wie Mobilität und Reiseverhalten sind Befragte mehrheitlich bereit, ihr Verhalten an das Thema Nachhaltigkeit anzupassen.

Kompakt: Fünf Erkenntnisse zur Analyse der Bürgerbefragung 2021

  1. Eigentum hängt maßgeblich mit dem Alter und dem Einkommen einer Person zusammen. Je älter und wohlhabender eine Person, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass diese im Eigentum wohnt.

  2. Die persönliche Betroffenheit durch den Klimawandel wird insgesamt bisher eher als gering wahrgenommen. Die Angst um das Eigentum trägt aber mutmaßlich dazu bei, dass Menschen, die in Eigentum wohnen, das Risiko durch Starkregen und Sturm signifikant höher einschätzen.

  3. Sowohl Personen, die zur Miete wohnen, als auch Menschen mit Wohneigentum befürworten höhere städtische Ausgaben für die Energiewende und den Klimaschutz.

  4. Nachhaltigkeit als persönliche Aufgabe wird ebenso von beiden Gruppen gleichermaßen als wichtiges Thema angesehen. Entsprechend breit verankert ist die Bereitschaft, sich für mehr Nachhaltigkeit einzusetzen und das eigene Handeln anzupassen.

  5. Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind unter den Stuttgarterinnen und Stuttgartern, die Eigentum besitzen, zentrale Themen, für welche sie nach eigener Angabe bereit sind, sich stärker einzusetzen, und auch die Stadt dazu auffordern, ihren Beitrag zu leisten.

Den gesamten Beitrag finden Sie im Heft 2/2022 der Reihe Statistik und Informationsmanagement des Statistischen Amts.

Bildnachweis: Meerfoto / Wolfgang diederich

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